
Die Geschichte hinter discode.ai
Ein Kaffeehausbetreiber,
der nicht programmieren kann,
hat discode.ai gebaut.
Naja, fast: 49,6 % des Codes, der heute läuft, stammen noch von ihm. Den großen Rest haben die Profis im Team in den letzten drei Monaten neu gebaut und refactored. Entstanden ist eine KI, die das Können von 100+ Modellen bündelt, automatisch das richtige für deine Aufgabe wählt, deine Daten bei dir lässt und dir bei jeder Antwort vorrechnet, was sie kostet — an Geld und an Umwelt. Aber beginnen wir ganz am Anfang.
Seit Large Language Models das Internet erobert haben, hat Moriz mit Begeisterung jedes verfügbare Modell genutzt. Was vor zwei Jahren mit ChatGPT begann, wurde schnell zum plattformübergreifenden Chaos. ChatGPT als Platzhirsch, Gemini für Google Workspace und großen Kontext, und dann der neue Liebling Claude. Ergebnis: drei Abos parallel, erst 64 Euro im Monat, dann Hunderte. Daten schwärzen in tausenden Seiten PDFs. Und Second Thoughts zum Thema Nachhaltigkeit.
Copy. Paste. Tab wechseln. Repeat.
Herbst 2025. Neue Modelle mit neuen Features im Wochentakt, irgendwann zu viel, um den Überblick im Kopf zu behalten. Und ein Gedanke, der nicht mehr weggeht: Was kostet diese ganze Rechenpower eigentlich den Planeten? Eine neue Lösung musste her.
Mo baute sich ein personalisiertes GPT mit wöchentlich aktualisierten Benchmarks, das pro Aufgabe das beste Modell empfahl. Es funktionierte, aber im Alltag war es immer noch zu viel Hin und Her.
Er wollte den Workflow automatisieren. Vier, fünf Tage über die Weihnachtsfeiertage auf einer No-Code-Plattform — und am Ende enttäuscht: immer noch nicht das, was er suchte. Also fragte er einen alten Jugendfreund und Coding-Wizard bei einem Big Tech in San Francisco: „Was für einen Entwickler brauch ich?“
Der alte Jugendfreund: „Programmierer braucht kein Mensch mehr. Sag einfach Claude Code, was du gern hättest.“
Mo konterte: „Das ist dann mit Fehlern durchzogen — ganz ohne Plan gehts glaub ich noch nicht?“ Aber wenn das der alte Monkey-Island-Spielpartner bei einem Big Tech sagt, kann ein Versuch nicht schaden. Nach zwei Tagen hatte er bessere Ergebnisse als je zuvor. Die Büchse der Pandora war offen.
„Mit Claude Code etwas bauen,
das verantwortungsvoller ist als die KI selbst?
Goliaths Schwert nehmen und etwas Schönes daraus schnitzen?
Geht das?“
Moriz, Initiator von discode.ai
Ohne Coding-Hintergrund, der letzte Berührungspunkt ein WIFI-Kurs in HTML irgendwann Ende der Neunziger, und mit bescheidenen Mathekenntnissen aus der Schule hat Mo weiter an seiner Idee gefeilt. Nicht in Variablen. In Sätzen. In Bildern.
Es folgten Wochen im Doppelleben. Tagsüber Kaffeetier, abends und am Wochenende Vibecoder vor dem Kastl. Immer weiter rein ins Rabbit Hole, drei Claude-Max-Abos und 2.000 Dollar API-Tokens später. (Wir hoffen, dass wir mit eurer Hilfe den CO₂-Fußabdruck wieder reinspielen.)
Trotz aller Liebe zum neuen Wochenend- und Freizeitvertreib war bald klar: Ohne Pros geht’s dann doch nicht.
With a little help from his friends.
Was passiert, wenn fünf SteirerInnen, ein Oberösterreicher und ein Kolumbianer sich Gedanken über responsible AI machen? Die Antwort ist kein Schmäh und steht auf den vier Säulen-Seiten — Eco, Private, True und Smart. Hinter jeder Säule steckt eine Frage, die uns nicht losgelassen hat — und für jede haben wir etwas gebaut.

Das Team
Veronika Stabinger · Product Strategie
Peter Buchroithner · Launch & Community
Juan Sebastián Gómez · UX Design
Michael Haushofer · Backend, Security & Infra
Harald Lustinger · Branding & Discovibes
Über einige Wochen entstand ein Powerhouse aus Frontend-, Backend- und Produkt-Genies, die Mos wirres 417.000-Zeilen-Vibe-Monster wie Bildhauer zu einem schlanken 185.000-Zeilen-discode modelliert haben. Um genau zu sein: 49,6 % des heutigen Codes stammen noch von ihm.
Es gibt Momente, in denen der Wahrheitsgehalt einer Antwort über alles zählt.
Vor zwei Monaten, mitten im Bau dieser Seite, hat mich ein Fahrradsturz ausgebremst. Vom CT im Unfallkrankenhaus direkt in den Schockraum, empfangen von Anästhesist und Notfallchirurg. Ich habe im ersten Moment nicht begriffen, was los ist und was der Chirurg mir sagen wollte. Also habe ich nach meinem Handy gefragt — um mit Hilfe von KI zu verstehen, was gerade mit mir passiert. Die ÄrztInnen haben ihre Arbeit gemacht; ich wollte verstehen, was passiert, und die Situation einordnen können. Und in diesem Moment hätte ich alles für eine Antwort gegeben, der ich vertrauen kann. Kein „vielleicht“, sondern etwas Verprobtes, von den besten Modellen gegengeprüft. Das ist die Situation, für die True da ist.
In den Wochen, in denen ich danach ausgefallen bin, ist etwas Schönes passiert: Aus einzelnen Freunden, Bekannten und Freunden von Freunden wurde ein Team, das an der Vision weitergearbeitet hat — ohne mich. Eine KI, die für dich arbeitet, nicht umgekehrt. Dafür möchte ich mich bei euch allen bedanken.
— Mo




GitHub Contributions Heatmap
So viel Rechenpower steckt im Bauen, Grund genug, dass discode dir bei jeder Antwort vorrechnet, was sie kostet.